|
Rund 195.000 Besucher sahen im Londoner Tate bereits die spektakuläre Ausstellung, die nun vom 12. Februar bis 09. Mai 2010 in der Hamburger Kunsthalle gastiert und neben Werken von Andy Warhol auch Arbeiten von Keith Haring, Jeff Koons, Damien Hirst, Richard Prince, Martin Kippenberger, Tracey Emin, Takashi Murakami und anderen zeigt. Pop Life umfasst etwa 320 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Photographien, Zeitschriften, Skulpturen, Videos, Merchandisingobjekte, einen Shop und Rauminstallationen.
Die Verbindung von Kultur und Kommerz wird gemeinhin als Verrat an den Werten der modernen Kunst angesehen. Pop Life hingegen zeigt, dass für viele Künstler nach Andy Warhol erst in dieser Verschmelzung eine Interaktion mit der gegenwärtigen Welt überhaupt möglich wird. Sie reproduzieren die Alltagskultur nicht nur in ihren Bildern, sondern schmuggeln sich darüber hinaus auch strategisch in die Mechanismen des Marktes, die Massenmedien und die allgegenwärtige Präsenz der Werbung, um ein Publikum weit über die Galerien hinaus zu erreichen.
Die Ausstellung beginnt mit einem Schwerpunkt auf dem Spätwerk Warhols und seinen für diese Zeit charakteristischen Unternehmungen als TV-Persönlichkeit, als Werbeikone und als Herausgeber der Zeitschrift Interview. Unter den Höhepunkten befinden sich eine Reihe seiner anfänglich umstrittenen Serien, die als Retrospectives (Retrospektiven) oder Reversals (Umkehrungen) bekannt wurden.
Pop Life wird weiterhin Rekonstruktionen von Keith Harings Pop Shop und die selten zusammengeführten Arbeiten von Jeff Koons’ Serie Made in Heaven zeigen. Ein weiterer Teil der Ausstellung ist den so genannten Young British Artists gewidmet und rückt deren frühe Unternehmungen in den Mittelpunkt. Mehr Infos zur Ausstellung gibt es auch unter .
|