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Das Herkunftsgebiet der antiken Schätze erstreckt sich von Peru bis Kolumbien, aber auch das kulturell verwandte Panama und Costa Rica sind vertreten. Die Originalität der vielen Miniaturarbeiten aus wertvollen Materialien kommt in der kabinettartigen Ausstellungsgestaltung besonders zur Geltung.
Die symbolisch-religiöse Bedeutung der verwendeten Materialien war entscheidend für den Wert, der ihnen beigemessen wurde. So stehen die Edelmetalle Gold und Silber symbolisch für die Gestirne Sonne und Mond. Im Inkareich galt Gold als Symbol von Inti, dem Sonnengott. Silber hingegen repräsentierte Mama Quilla, die Mondgöttin. Muscheln und Schnecken wurden Mamacocha, der Meeresmutter zugeordnet.
Die alten Kulturen des Andengebiets sind bekannt für ihre vielfältigen Metallbearbeitungstechniken, mit denen sie äußerst qualitätvolle Ergebnisse erzielen konnten. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören einzigartige Platin-Gold-Objekte aus Ecuador. Sie sind herausragende Beispiele für den hohen technischen Metallverarbeitungsstand der südamerikanischen Ureinwohner, die in einem Sinterung genannten Verfahren auch das hochschmelzende Platin in Legierungen verarbeiten konnten. In Europa wurde erst im 19. Jahrhundert eine Schmelzmethode für Platin entwickelt. Ein weiterer Höhepunkt ist die herausragende Peru-Sammlung des bedeutenden Amateurforschers Hans H. Brüning. Sie enthält eine Fülle an fein gearbeitetem Goldschmuck, Silbergeräten, Bronzeminiaturen und kleinen Steinskulpturen von der Nordküste Perus.
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